Nahrung:

Wer ohne Geld lebt muss a durchaus nicht hungern. Geld ist schliesslich nicht zum essen da.

Die derzeitige Lebensmittelproduktion abhängig davon welchen Zahlen man nun Glauben schenken mag ist fuer x Menschen ausreichend.
Ungeachtet diesen Zahlen sterben jeden Tag x Menschen an den Folgen der Unterversorgung. Dies Spitze der Perversion in den Zahlen der der Lebensmittelverschwendung zu finden. x Tonnen landen jedes Jahr auf dem Muell. Wo dem Kapital die Motivation fehlt gilt es unabhaengig davon Anreize zu finden. (Zahlen werden nachgereicht. Vielleicht kann der ein oder andere dabei ja behilflich sein. )

Just Eat It – A food waste story (Official Trailer) from Grant Baldwin on Vimeo.

Durchaus keine neuen Informationen. Fuer mich dennoch immer wieder aufs neue, durch scheinbar gleichbleibende Situation, ein Stich ins Herz.
Wir importieren Gundnahrungsmittel aus Ländern in denen teilweise bereits Mangel besteht um im Anschluss die Hälfte davon auf den Muell zu werfen. Die Folgen sind fatal. Die somit gestiegene Nachfrage hat in Exportlaendern mit schwächerer Währung die logische Konsequenz eines Preisanstiegs. Preisanstieg durch reine Spekulation hier mal außer Acht gelassen. Hallo Kapitalismus – Hallo Armutsspirale…!
Kommende Alternativen sollten folglich unabhängig des Interesse ohne Geld zu leben oder nicht, Anreiz zum handeln geben.


recycling/containern/foodsharing

Vorhandenes nutzbar machen ist die Devise. Ohne des Bedürfnis die Nachfrage zu erhöhen, die Effizienz der Produktion erhöhen.
Was in anderem Kontext gestellt nach Wirtschaftsinteresse anhören mag, meint hier simpler desto wichtiger: Lebensmittel retten!

Lebensmittel die auf dem Müll landen sind im wesentlichen gleicher Qualität als solche die den Weg zum Gaumen finden. Verschiedene, anfangs teils sureal klingende Gründe sind hier vertreten.
Banana oder Gurke zu grumm? (und waren für den humanitaeren Markt bestimmt) -> ab in den Müll. Bestimmt durch eine Vorschrift kommen einer EU Kommision. Gleiches gilt für Apfelgröße; oder sei es die Optik einer Karotte. Obst und Gemuese das den Supermarkt erreicht ist genormt. Wie hoch die Lebensmittelverschwendung, ausgeloest durch diese Struktur ist kann ich leider nicht mit Zahlen belegen. Ein sehr interessantes Konzept um auf diese Problematik aufmerksam zum machen geht z.B. von Culinary Missfits aus.

Aber auch ein Großteil der Lebensmittel die tatsächlich den Weg in den Supermarkt geschafft haben landen im Müll. Und hier beist sich die Katze in den Schwanz. Durch Wechselwirkung zwischen Konsumentenerziehung/Marketing und Konsumententscheidung ist es für einige Supermarktbetreiber nun interessanter, aus finanzieller Sicht, das Bananenregal der Tonne zu widmen sobald eine neue Charge eintrifft.
Ein Beispiel dass deutlich zeigt dass die Qulitaet der im Supermarkt verkauften Lebensmittel hinzu derer die im Muell landen im wesentlichen gleich ist. (unabhängig wie man nun grundsaetzlich zu Lebensmitteln aus dem Supermarkt eingestellt sein mag)

Brot welches 5 min zuvor noch frisch hinter der Theke lag, landet ebenfalls nach Ladenschluss zuhauf im Container. Mit Nahrungsmitteln die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschreiten verhält es sich ebenfalls gleichsam.
Während das Mindesthaltbarkeitsdatum lediglich ausdrückt, bis zu welchem Datum das Produkt mindestens 100% gleiche Qualitaet bietet (farbliche Veränderung ausgelöst durch Oxidation wären hier schon Abstriche), stellt es sich bei genauerer Betrachtung als oftmals fiktiven Zeitpunkt heraus. Also ein weit reduziertes MHD zur Konsumentensteigerung, zur Gewinnmaximierung.

Die Rechnung die von Supermarktbetreibern hier vollfürt wird ist genauso simpel, als auch aus meiner Perspektive gleichwohl skrupellos.
„Was schneller ablauft erhoeht die Wahrscheinlichkeit im Muell zu landen. Und war bezahlt aber nicht konsumiert wird bedeutet schlichtweg Konsumsteigerung. Und das ist meine Motivation.“, fiktiver Supermarktbetreiber.
So ehrlich der Kapitalismus auch sein mag, so trügerich kann die Vorstellung sein, containern wäre eine darauf hinzuarbeitende Alternative. Zwar ist es Tatsache dass durch containern die direkte Unterstützung wegfällt, indirekt bleibt sie allerdings weiterhin bestehen. Und zwar dadurch dass die Abhängigkeit, und dies aus jeweils verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, zumindestens zu einem Grossteil unverändert bleibt.

Überstpitzt formuliert: „Die Kontrolle bleibt.“ Alternativen gilt es zu kreiren.

Wissensstand zum Thema Wildpflanzen erweitern, Permakultur anwenden, guerillia gardening betreiben, foodsharing nutzen, eatable citys inzenieren, mundraub verbreiten….und vieles mehr.

Da dieser Artikel nur als Einleitung zu den verschiedenen Themenbereichen angedacht ist, hier nun ein kurzer Schnitt hinzu direkten praktischen Tipps – die beachtend teils lohnenswert teils hilfreich.