Die Ursache sehe ich in einem Wechselspiel all der in den 3 Thesen genannten Punkte, würde sie aber noch ein wenig ergänzen.
Vorerst vielleicht aber die Essenz der jeweiligen Thesen. Interessant dabei ist vor allem zu betrachten wie jede These für sich betrachtet richtig zu sein scheint obgleich die Inhalte recht verschieden sind.

Schuld sind die Konsumenten:
Über die Kaufgewohnheiten der Konsumenten wird eine Nachfrage erzeugt die die Produzenten zu bedienen versuchen. Würden die Konsumenten ihre Kaufgewohnheiten ändern würde sich das Produktangebot ebenfalls ändern. Beispiel dazu: Würde die Nachfrage nach Biobaumwolle durch den Konsumenten steigen würden Produzenten mehr Biobaumwolle herstellen um den Markt zu bedienen.
Kinderarbeit und Kinder-Geschenke

Schuld sind die Produzenten
Nur vorhandenes kann konsumiert werden. Zwar können Wünsche nach nicht existenten Produkten bestehen. Solange diese aber nicht angeboten werden besteht keine Möglichkeit des Konsums dieser Produkte. Gleichzeitig kann sich das Bild des Produktangebot nur durch Umstellung der Produktionsprinzipien ändern. Würde die Textilindustrie beispielsweise auf Biobaumwolle umsteigen würde zum einen Interesse des Konsumenten an den Produkten durch direkte Werbung erzeugt, aber auch durch dann veränderte Umfeld (betreffend der Kleidung aus Biobaumwolle). Gleichzeitig könnte man soweit gehen, dass andere Produkte gar nicht erst angeboten werden. Dabei wird oft darauf plädiert, dies wäre Aufgabe von Parteipolitik.
Meinungsmache

Schuld ist der Kapitalismus:
Durch die von Interesse nach höherem Profit auf der einen Seite sowie die verkümmernde Wahrnehmung von Werten der Produkten abseits von monetären Systemen zeigen sich auf der einen Seite massive Auswirkungen der Ausbeutung, auf der anderen der „blinde“ Konsum.
Das Interesse nach höherem Profit lässt gleichzeitig einen Konkurrenzkampf aufleben der oben genannte Punkte geradezu verstärkt.
blutiges Geld

Jede der 3 Thesen hat seine Berechtigung. Alle drei zusammen betrachtet geben ein Recht treffendes Bild über die Symptome die z.B. Hass, Neid und Ignoranz in irgend einer Form als Ursache haben. Ursache und Symptom bilden dabei im Wechselspiel einen scheinbar ewigen Kreislauf. Ignoranz wohl eines der Gründe für die negative Ausartung dieses System. Kapitalismus gefördert durch Neid, führt durch die genannten negativen Aspekte dann wohl gar zu Hass.
Der Imperialismus/Kapitalismus der letzten Jahrhunderte/Jahrzehnte mit all seinen weitreichenden Folgen zeugen heute davon.
Eines der besten Beispiele dafür ist das Welternährungsproblem, welches wie von einigen Seiten propagiert wird, durch ein Mangel an Nahrungsgütern erzeugt wird. Irrwitzigerweise ist dies entweder eine dreiste Lüge oder Fehlinformation welcher die propagierende Seite selbst verfallen ist. Sollte letzteres der Fall sein wäre hier ebenfalls zu beobachten wie durch eine erhöhte extrinsische Motivation bei Arbeitswahl, die intsinische Motivation anderer Arbeitskräfte verschieben kann. Personen die durch intrinsischer Motivation dem Welternährungsproblem mit Gen-manipulierten Pflanzen entgegen treten wären dabei wohl eines der krassesten Beispiele.
Den Teufel mir dem Beelzebub auszutreiben war noch nie die beste Idee. Die Motivation (sollte sie denn ehrlich sein) mag löblich sein, dennoch beharre ich auf dem Standpunkt (bis man mich vom Gegenteil überzeugt ;-) ) dass man Probleme nicht auf die gleiche Art lösen sollte wie sie entstanden sind. Bestenfalls würde dies eine Verschleppung des Problems bzw. ein Auftreten in veränderter Form bedeuten.

(Hier Artikel zum Welternährungsproblem einfügen.)

Ganz wichtig hier noch zu erwähnen, dass eine Gesellschaft ohne Geld nur dann Sinn macht wenn diese ihre emanzipatorischen Wurzeln begreift und auch lebt. Alles andere würde herrschaftsnahe Strukturen die über die Güterverteilung entscheiden erzeugen. Zwang einzelner Personen zu bestimmten Arbeitsaufgaben wäre ebenfalls denkbar. Wobei wieder das Problem folgend aus der steigenden extrinsischen Motivation bei der Arbeitswahl auftreten würde/könnte.

Wenn auch vielleicht nicht gefordert, könnte eine emanzipatorische Gesellschaftsstruktur frei von monetärer Verwertung ein Gedanke sein den man nicht zu schnell wieder verwerfen sollte.

Verschiedene Lösungsmöglickeiten werden hier Stück für Stück aufgearbeitet:
Gesellschaft ohne Geld.